Muchito

Family living the dream of Australia

Red Back, oder das Einkaufserlebnis der andern Art

Diese “Geschichte” haben schon viele von Euch gelesen, aber ich dachte, es sei auch ganz nett, sie hier nocheinmal zu printen.

Es ist eine Geschichte aus dem wahren Leben!

Einkaufen in Syndey oder

Warum man bei Woolworth den Abenteuerzuschlag zahlt! (Danke für das Wort, Lucia)

Am Montag morgen ging ich mit Timmy in den örtlichen Wooly, um uns mit Lebensmittlen für die erste Wochenhälfte einzudecken.

Wenn man hier die Läden betritt, kommt man eigentlich immer erst in die Obstabteilung.

Also starteten wir unseren Einkauf mit Weintrauben (damit auch Timon mal zu Obst kommt)!

Ich nahm eine Tüte (Ablauf ähnlich wie in Deutschland, nur das hier erst an der Kasse gewogen wird), ging auf die Weintrauben zu,  habe mir die schönsten rausgesucht,  meine Hand ausgestreckt, um diese zu greifen!

Nachdem ich das dann auch völlig unbedacht getan habe, während des greifens mit den Augen schon nach dem nächsten Zweig gesucht habe, fiel mein Blick auf den leeren Platz, wo eben noch diese wunderbaren Weintrauben gelegen hatten.

Dort krabbelte ganz enttäuscht über ihr nichtmehr vorhandenes Versteck, in aller seelenruhe ein Prachtexemplar der zweitgiftigsten Spinne der Welt umher, eine weibliche Red Back!!!!!

Zugegeben, sie war eine echt hübsche! Pechschwarz, mit einem knallroten Strich in der Mitte ihres wunderbar geformten Körpers.

Man hätte sie für Schulungszwecke nehmen können. Selbst für mich war sie innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde, als die einzig wahre Red Back zu identifizieren!!!!

ABER, sie ist nunmal auch verdammt giftig. Okay, es hat seid Anfang der achtziger, seid man ein Antiserum entwickelt hat, angeblich keine bekannten Todesfälle mehr gegeben, aber wollte ich der erte Fall werden und zweifelsohne Berühmtheit damit erlangen???

Nach kurzem Überlegen beschloß ich, das ich das nicht wollte!!!

Also, einen kurzen Schrei ausgestoßen, die Weintrauben weggeschmissen und eine Mitarbeiterin geholt, die gerade damit beschäftigt war Zeitungen auszupacken. Zweifelsohne ein ungefährlicherer Job.

Nachdem diese dann auch nur einen kurzen Blick auf dieses Prachtexemplar geworfen hatte,  rief sie nach einem gewissen, unerschrockenen “Steven”. Dieser kam, sah und stellte ganz cool fest ” Oh, that´s not unusual that we have these beauties in there. But, okay, it´s the second wich is still alive in my fifteen years working here.” Danke, danke, mich erst als hysterisch darstellen und dann doch noch abwiegeln.

Nachdem ich in der Zwischenzeit schon dreimal Luft holen und wieder einigermaßen klar denken konnte, dachte ich nur ” Das glaubt Dir eh keiner! Und dann natürlich auch keinen Photoapparat dabei. Is ja eh klar!

Steven hat die Arme (!?!?!) dann mal eben kurz und schmerzlos mit einem Messer ins Jenseits befördert. Als ich ihn dann fragte, ob ich sie in der Tüte, die als Sarg dienen mußte, denn mit nach Hause nehmen dürfte, um wenigstens Beweismaterial zu haben, wurde er dann doch etwas kurzangebunden. NEE, durfte ich nicht!

Was bei mir jetzt die Frage aufkommen läßt, ob es viellecht doch nicht soooo ganz ungewöhnlich ist, die Viecher hier, ob nun tod oder lebendig, in Weintraubenkisten zu finden. Nun ja, ich werde es wohl auch nicht herausfinden.

Auf alle Fälle nehme ich seid dem meine Weitrauben beim einkaufen nichtmehr so unbedacht in die Hand!!!

Liebste Grüße aus Sydney!

August 30, 2006 Posted by 5r2much4u | Sonstiges | , | No Comments

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