Majestätisches aufeinandertreffen
Am Dienstag morgen um sechs Uhr bekamen “wir” königlichen Besuch!!!
Die Queen Mary 2 ist im Rahmen ihrer Weltreise nach Syndey gekommen. Es ist das größte Kreuzfahrtschiff der Welt und man muß es gesehen haben, um eine Vorstellung davon zu bekommen, WIE groß es ist. Sie ist etwa so lang wie dreieinhalb Fußballfelder und so hoch, wie ein 23 stöckiges Haus.

Sie ist so groß, das sie nicht in den Hafen hineinpaßt und so eine Bucht vor dem Hafen, in Woolloomooloo, anlegen mußte. Diese Bucht ist aber nur durch den Botanischen Garten von eigentlichen Hafen, mit Oper und Harbour Bridge, getrennt.
Drei Mamas und Marie haben sich dann gleich vormittags, die Kinder hatten ja langen Tag in der Schule, auf den Weg gemacht, um sich die Queen Mary 2 mal genauer anzusehen.
Ich muß sagen, das so ein “Riesenpott” schon echt beeindruckend ist. Und auch die Menschenmassen, die sich das gleiche gedacht haben, wir wir!
Eigentlich bin ich ja nicht so “in Schiffen”, aber da ja abends auch noch die Queen Elisabeth2 hier angelegt hat, wurde das ganze zu einem historischen Ereigniss. Die beiden originale hatten sich schon einmal in Syndey getroffen, allerdings, um danach in den Krieg zu ziehen. Und, die Queen Elisabeth2 geht nach dieser Weltreise in Rente. Also dachten wir uns, das es bestimmt schon nett ist, sich das erste und einzige aufeinandertreffen dieser beiden Riesen anzusehen. Wenn wir schon mal hier sind…(ehrlich gesagt, ich habe es nicht bereut)!!
Nachdem wir Mums und Marie uns das Schauspiel ja morgens schon angesehen hatten, wollten wir uns das Einlaufen der Queen Elisabeth 2 abends um 7pm dann zusammen mit den Kids und den Männern ansehen, sie zur Feier des Tages früher Feierabend gemacht haben.
So haben wir die Kids von der Schule, nach ihrem langen Tag, abgeholt und sind mit der Fähre in die Stadt gefahren. Dort haben wir uns in den Botanischen Garten gesetzt, die Kids haben auf dem Rasen rumgespielt.
Der Eingang des Hafens ist an dem Punkt etwas von einer kleinen Landzunge bedeckt. Um etwa 6.45pm konnte man hinter dieser Landzunge Qualm aufsteigen sehen… die Königin kündigte sich an.
Kurz darauf konnte man den Schornstein und immer mehr des Schiffes sehen.
Komisch, wie spannend das sein kann. Was wohl die Menschen auf den Schiffen so dachten, als sie in Syndey eingelaufen sind??
Man kann sich kaum vorstellen, wieviele Boote im Hafen unterwegs waren, um “Lizzy” zu begrüßen. Der ganze Hafen war voll, interessant, das sich die kleinen nicht im Weg waren und nichts passiert ist.
Als die Queen Elizabeth 2 auf Höhe der Mary war, haben sie sich hupend gegrüßt, bis dann die Elizabeth zu ihrem Liegeplatz gebracht wurde.
Da die Männer und Kids die Mary noch nicht gesehen hatten haben wir uns dann nochmal auf den Weg gemacht, uns das größte aller Kreuzfahrtschiffe nochmal bei Dämmerung anzusehen.
Nachdem wir das gemacht hatten, gallt es nur noch einen guten Platz für das Feuerwerk zu finden, was es zur Feier des Tages geben sollte.
Dieser war schnell gefunden und so konnten wir uns mal wieder davon überzeugen, das Sydney viel Übung darin hat, geniale Feuerwerke zu organisieren.
Ich fand, es war (außer, das die Brücke nicht involviert war) schöner als das Sylvesterfeuerwerk ´06/´07!!!!
Nachdem auch die Kinder das Feuerwerk diesesmal ganz ohne Angst überstanden haben, haben wir uns auf den recht beschwerlichen Rückweg gemacht. Anscheinend hatte niemand mit diesen Menschenmassen gerechnet und so mußten die die Australier am nächsten Tag zugeben, das da wohl ziemlich viele Dinge schiefgelaufen sind und das ganze im Chaos geendet ist. Und wer die Oz´ kennt, weiß was es heißt, wenn sie sichmal nicht in den Himmel loben!
Am Ende haben wir dank des harten Einsatzes von Thomas und Joe auch noch den letzten Zug nach Hause bekommen!!
Leider waren wir nicht wie erhofft um zehn, halb elf zu Hause, sondern erst um 11.30pm. Die armen Kinder… nach einem langen Schultag erst so spät ins Bett. Aber, sie waren alle stolz darauf mitgewesen zu sein und haben versprochen nicht zu jaulen.
Nachdem wir nun etwas Zeit hatten, auszuschlafen, muß ich sagen, es ging besser als ich befürchtet hatte. Man hat es ihnen zwar angemerkt, aber es war doch viel besser als befürchtet. Und, geteiltes Leid ist halbes Leid…. die halbe deutsche Schule war glaube ich in der Stadt!!!!
Bilder folgen leider nochmal im Album, da ich immer noch nicht herausgefunden habe, wie es funktioniert.
Habe probiert und probiert, aber man sieht immer nur die obere Hälfte der Bilder!!
Es winken und grüßen ganz vornehm Familie Much/Sommer Read more »
Verschwunden!!! Ertrunken?? Entführt??
Ja, unser Herz hat genauso gerast, wie Eures (hoffentlich).
Ich habe am Sonntagmorgen noch überlegt, was ich schreiben könnte, damit ich meinem Vorstatz treu bleiben kann, regelmäßig zu schreiben. Aber, es war einfach nichts schreibenswertes passiert.
Sonntag nachmittga sind wir dann mit einer befreundeten deutschen Familie zum Strand nach Mona Vale gefahren. Das Wetter war ideal, nicht zu heiß! Danach wollten wir in einen Biergarten ganz in der Nähe und dann nach Hause, ab ins Bett.
Am Strand angekommen haben wir es uns erstmal gemütlich gemacht, Beach Tent gegen die Sonne aufgestellt, Stühle raus, Kaffee, Bücher, Sandspielzeug, Picknick,….!
Die Kinder (8,7,6,5,4 Jahre alt) haben dann beschlossen, sie wollten in der Rock Pool gehen, der etwas entfernt war, da vom Meer Bluebottles angespühlt wurden.
Bluebottles sind Quallen, blau in Farbe, und die Tentakeln wickeln sich um einen und schmerzen HÖLLISCH (fragt Timon, der hatte schonmal näheren Kontakt).
Also Lob an die Kids, gut aufgepasst.
Nach einer Weile kamen dann die Mädels wieder, ihnen war zu kalt.
Als dann, als Thomas und Joe gerade zum Pool zu den Jungs gehen wollten, ihnen auf halben Wege auch die beiden großen Jungs entgegenkamen, blieb die Frage “Wo ist Timon????”
“Keine Ahnung….. Wissen wir nicht….. den haben wir schon lange nichtmehr gesehen…..”
Der Herzschlag erhöhte sich, Andrea und ich lagen noch ahnungslos am Strand.
Thomas hat am Pool alles abgesucht, auch die dahinterliegenden Felsen.
Das er nicht alleine in tiefes Wasser gegangen ist, war eigentlich klar, das macht er nicht!
Aber was ist, wenn er angerempelt wurde und gefallen ist, oder auf Entdeckungstour auf den Fels unterwegs war und von einer Welle ins Meer gespühlt wurde?????
In der gleichen Zeit hat Joe einen Sprint am Strand zurück zu uns gemacht und gesagt, Timon sei weg, er wolle zu den Lifesafern gehen, um die um ihre Hilfe zu bitten. Erst dachte ich, das sei ein böser Scherz. Aber als wir dann überlegt haben, was er anhat, wurde mir doch arg unwohl!!
Ich bin dann auch zum Pool gelaufen, Andrea hat am Zelt gewartet und Joe ist zu den Lifesafern.
In der Zwischenzeit hat Thomas am Pool jeden befragt, aber keiner hatte ihn gesehen. Ein Vater hat aber gesagt, er helfe ihm suchen. DANKE dafür!
Ich hatte weiter am Strand gesucht, als mich eine Frau ansprach, ob ich einen kleinen Jungen suche???
“JAAAAA”
Sie hatte einen kleinen Jungen gesehen, der weinend am Strand herumlief. Der Junge habe sie angesprochen “Have you seen my parents??” Wo die denn sein könnten?? “Blue Tent!”
Am anderen Ende des Strandes stand auch so ein Zelt, wie wir es haben. Sie meinte dann, ob es denn da sein könnte?
Timon ist dan in die Richtung gelaufen und eine etwa 70- 75 Jahre alte Frau ist dann hinter ihm her und wollte ihm helfen und ihn einfach nicht alleine laufen lassen, da er soooo geweint hat.
Da er sich ja aber nicht von fremden Menschen ansprechen oder anfassen lassen soll, hat er sich mit allem was ihm zu Verfügung steht, dagegen gewehrt.
Als er, am Zelt angekommen, festgestellt hat, das wir und unsere Sachen dort nicht sind, hat ihn wohl die totale Panik gepackt. Mit der Frau im “Nacken” ist er dann Richtung Parkplatz gelaufen. Die Frau hat versucht, ihn zu überreden, doch mit zu den Lifesafern zu kommen, die könnten ihm helfen. Aber das wollte er nicht. Und jeder, der Timon kennt, weiß, wenn er was nicht will, dann will er nicht.
Als die beiden vom Parkplatz zurückkamen, konnte ich sie sehen, aber Timon hat nicht verstanden, was die Frau von ihm wollte, denn auch sie hatte mich dann irgendwann bemerkt!
Ich kann nur sagen, ein Strandlauf ist echt anstrengend und ich war am Ende meiner Kräfte, als ich vor Angst, Sorge, Erleichterung, Anstregung,… heulend, endlich Timon wieder auf dem Arm hatte!!!!!
Der hat sich auch so fest an mich geklammert, als ob er nie wieder loslassen wolle.
In dem Moment sind die Lifesafer mit einem Strandbuggy gekommen, sich vergewissert, das es Timmy ist und uns “eingeladen”, mit ihnen zurückzufahren. Da hat unseren Timon dann nochmal die Panik gepackt, also sind wir nur bis zu Thomas mitgefahren, der gesehen hatte, das ich ihn gefunden hatte.
Hier nun also nochmal ein RIESEN Danke ganz besonders an die Frau, die hinter Timon her ist. Sie war am Ende auch ganz schön kaputt, so sehr ist Timon gelaufen! Weiterhin an Joe und Andrea, an den Papa, der sich auch auf die Suche gemacht hat und die Lifesafer, auch wenn sie gar nicht so richtig zum Einsatz kommen mußten!!!
DANKE!!!!!!!
Die ganze Aktion hat vielleicht zehn bis fünfzehn Minuten gedauert (Joe, Andrea, verbessert uns, falls wir uns verschätzen sollten!), aber es kam mir vor, als seien es Stunden gewesen!!!
Ich habe etwa eineinhalb Stunden gebraucht, bis ich wieder einigermaßen klar denken konnte und aufhören konnte, zu zittern.
Timon hingegen wollte etwa nach zehn Minuten wieder alleine zum Pool!!!!
Aber, wir wollen ihm nicht unrecht tun, er hat sich total richtig verhalten. Er hat nach Hilfe gefragt, sich nicht von Fremden ansprechen lassen,… Und, er (wir) hatte(n) eine harte Nacht, denn er ist etwa sechs Mal wach gewesen und hatte ganz dolle Angst. Mußte sich immer vergewissern, das wir noch da sind. Irgendwann hat er dann mit bei uns geschlafen und ich wußte nicht, das man im Schlaf noch jemanden soooo fest halten kann, wie er meine Hand!!!
Happy Birthday und andere Katastrophen
Wo soll ich nur anfangen??
Wir hatten vollstes Programm letzte Woche.
Letzten Sonntag ist meine Cousine leider wieder bei uns angekommen. Dieses bitte nicht falsch verstehen, wir sind da etwas in der Zwickmühle. Aber von Anfang an.
Marie ist schon seid September in Australien um ein Jahr zu arbeiten und vor allem zu reisen. Sie war auch über Weihnachten und Sylvester bei uns, was sehr, sehr schön war.
Dann hat sie aber das Reisefieber gepackt und wir mußten leider Abschied nehmen, was den Kids, die sie gleich adoptieren wollten und auch uns sehr schwer viel.
Vor zehn Tagen bekam ich dann einen Anruf von Marie, die mir sagte, sie habe sich irgendwie verletzt und ein Arzt (am Strand und selber im Urlaub) habe gesagt, das sei nur eine Bänderdehnung oder so und sie solle fleißig versuchen zu laufen. Nachdem das aber nach etwa einer Woche immer noch unmöglich war, wollte sie wieder nach Sydney kommen, um sich mal richtig untersuchen zu lassen.
Unseren Ärztemaraton haben wir dann am Montag morgen beginnen wollen, sind aber darauf hingewiesen worden, das man als Neupatient einen Termin braucht. Also am nachmittag nochmal das gleiche. Verlassen haben wir die Praxis mit einer Überweisung zum röntgen und der Diagnose, das es nicht nach Bändern, sonder nach einem Bruch aussehe!
Wie niederschmetternd!
Am Dienstag sind wir dann zum röntgen und unsere schlimmen (nicht schlimmsten!!!!) Befürchtungen haben sich bestätigt, klar und deutlich konnten sogar wir Laien schon das Schienbein “wunderbar” gebrochen sehen. Also wieder zum Hausarzt, der uns netterweise sofort zu einem Spezialisten geschickt hat.
Dieser bestätigte dann das, was auch der Hausarzt schon gesagt hatte, eine OP sein unumgänglich… und, er befürchtete sogar noch, das der Knöchel etwas mit abbekommen hatte.
Also für Mittwoch einen Termin zum CT röntgen. Wieder beim Spezialisten dann die entgültige Diagnose: der Knöchel hat nichts abbekommen (aufatmen), aber das Schienbein ist dafür gleich zweimal gebrochen (nächster Schock)!
Bei der geplanten OP gab es dann auch gleich drei Alternativen, die von ganz schrecklich, über Mist bis okay reichten.
Womit erklärt wäre, in welchen Zwiespalt wir stecken. Wir freuen und tierisch, das Marie wieder hier ist, aber die Umstände sind alles andere als wünschenswert.
Donnerstag morgen haben wir uns dann mitten in der Nacht auf den Weg in die Klinik gemacht und darauf gewartet, das Marie endlich dran kommt. Als sie Marie in den OP geschoben haben, konnte ich dort nichts mehr machen und habe mich auf den Weg zur Schule gemacht, denn dort fand die erste Assembly des zweiten Halbjahres statt.
Schule??? Kinder??? Ich??? Ach ja, habe ich ja. Wo wir dabei wären, hatten die drei (…DREI) nicht auch alle erst kürzlich Geburtstag? Hatten wir nicht für dieses (DIESES) Wochenende zwei der drei Parties geplant??
Nach einem geschockten Blick auf den Kalender haben ich festgestellt, das wir hatten. Einladungen waren natürlich schon raus, also gab es kein zurück mehr!
Also habe ich Donnerstag abend angefangen, Timons Party, die für Freitag nach der Schule angesetzt war, zu organisieren.
Er hat zusammen mit einem anderen Jungen aus der Pre School gefeiert, was hieß, ich hatte nur die Hälfte der Arbeit, da Carola den Rest hatte.
Ich glaube, am Freitag abend haben zwölf glückliche Gäste, plus zwei Gastgeber, plus zehn Geschwisterkinder (!) den Park verlassen, womit wir die Party als Erfolg verbuchen können. Immerhin, es gab keine Verletzten und keine Tränen!
Ich hatte zwar zwischendurch das Gefühl, in einem Film zu sein, aber ich haben es überlebt und konnte mich auf dem Nachhauseweg schon damit beschäftigen, wie wir Merles geplante Schnitzeljagd durch den Bush für den nächsten vormittag um 11am regeln. Zuhause angekommen, war ich so kaputt, das ich nur noch alles weggeräumt habe und das Essen für den nächsten Tag vorbereitet habe.
Samstag haben wir dann glaube ich die am schlechtesten vorbereitete Party ever gefeiert, hatten wieder keine Verletzten, keine Tränen, keine Schlangebisse….. aber viele lachende Kinder!
Womit sich mir die Frage für das nächste Jahr stellt, braucht man wirklich Wochen, um einen Kinderparty zu organisieren, oder reichen nicht tatsächlich etwa dreieinhalb Stunden aus?????
Ich glaube, die paar Stunden reichen, aber des besseren Gewissens wegen sollte man sich doch wenigstens ein paar Tage gönnen..
Zwischendurch haben wir natürlich fleißig Marie jeden Tag besucht, nicht das ihr denkt, die hätten wir da ganz alleine im Krankenhaus liegenlassen. Sie erholt sich den Umständen entsprechend gut und kann, so wie es aussieht, morgen endlich wieder zu und kommen… was dann für mich eine ungemeine Erleichterung ist, da sie Hausaufgaben und Gitarrendienst mit Merle hat. Das heißt ich bin davon befreit und Merle macht super gut ihre Hausaufgaben, um Marie nicht zu enttäuschen.
Da Marie für mindesten drei Monate kein Gewicht auf den Fuß bringen darf, werden wir jetzt fleißig mit ihr überlegen, ob sie besser hier bleibt und die restliche Zeit noch zum reisen nutzt, oder nach Deutschland fliegt und…????
Aber, wie ihr anhand des Eintrags sehen könnt, habe ich alles überstanden (unbeschadet???), Joshis Party ist schon geplant und, ich habe an der Schule auch noch eine “neue” Mama kennengelernt, die ganz nett zu sein scheint. Ihr jüngster geht mit Timon zusammen in die Pre School und die beiden sind seid eineinhalb Wochen unzertrennlich und ihr zweitjüngster geht mit Merle in eine Klasse. Die beiden älteren finden Timon total witzig, womit genug Gemeinsamkeiten für Parknachmittage gefunden wären. Warten wir es erstmal ab, denn wie war das mit dem gebrannten Kind?? Es gibt da Freunde, die sich nach Mexico absetzten…..
Aber, es sind auch immer noch Freunde, also….
Wenn einer eine Reise tut….
Again, finally we made it! We went on our first (unbelievable but true) holiday trip in Australia!
On Sunday afro we headed of to Adelaide. Dort angekommen, haben wir uns erstmal auf die Suche nach einem sieben- oder achtsitzer gemacht (Familie Much mitsamt (Schwieger-)Eltern)).
Wie einfach das ist, in DER Haupturlaubszeit kann man sich ja vorstellen. Aber, nach etwa einer Stunde kam dann wieder das allseitsbekannte “Finally… we made it”!
Wir hatten also ein Auto, sieben Menschen (vier groß, drei klein), etwas Gepäck, Hunger und keine Ahnung, wo wir schlafen oder essen sollten.
So fuhren wir auf Adelaides Motel/Hotel Meile und hatten auch gleich beim ersten Stopp Glück. Wir bekamen ein Doppelzimmer und ein Familyroom. Für zwei Nächte, gerade neu renoviert. Sehr schön!
Am nächsten morgen sind wir in die Stadt gefahren und haben, dank des Lonely Planet, sehr, sehr gemütlich gefrühstückt. Leckere Sandwiches, frischgepresste Säfte, Croissants,…!
Danach ging es auf nach Hahndorf. Ein kleines, verschlafenes Nest, etwa eine halbe Stunde von Adelaide entfernt. Dieses verschlafene Örtchen ist eine der besterhaltenen Siedlungen aus der Zeit der ersten, meist deutschen, Siedler! Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt und bekommt ein Gefühl dafür, wie es wohl so um 1839 dort ausgesehen hat und was es hieß, dort ein neues Leben aufzubauen.
Von dort sind wir in eines der vielen Weingebiete Australiens gefahren, das Barossa Valley.
Wie Weinberge (oder besser Felder) so aussehen, das kann sich jeder vorstellen, der schon mal in den vielen Weingegenden dieser Welt unterwegs war.
Wir sind dann zu der Seppeltfield Winery gefahren, haben uns das ganze einmal etwas genauer angesehen. Sehr beeindruckend!! Da dort die Tour aber leider gerade losgegangen war und die nächste erst eineinhalb Stunden später losgegangen wäre, haben wir beschlossen, darauf zu verzichten und sind zu einer noch sehr bekannten und guten Winery gefahren (Penfolds), um dort eine kleine Weinprobe zu machen.
Nachdem wir volltrunken (kleiner Scherz) waren, leckeren Wein für den abend gekauft hatten, sind wir wieder nach Adelaide zurückgefahren.
Am nächsten morgen gab es dann das gute, altbekannte schottische Frühstück, mit lecker Kaffee.
Von dort haben wir uns auf den etwa 500km langen Weg gemacht und sind, nach einem kleinen Ausflug über eine unbefestigte Straße durch das verlassene Inland, an der Küste entlang Richtung Millicent gefahren, wo wir dann die nächste Nacht verbingen sollten.
Unterwegs war es doch schon arg erschreckend, die hier immerzu erwähnte “größte Dürre seid 100 Jahren”, mit eigenen Augen zu sehen.
Kilometerlange Seen waren ausgetrocknet!! Einfach weg!! Soviel Wasser…! Alles war nur noch beige, braun, trocken, ..!
Die armen Rinder und Schafe, die es dort zu hunderten gibt. Die Viecher stehen da, sehen recht zufrieden aus und fressen Stroh. Nur, das das Stroh noch im Boden steckt…!
Nachdem wir dann unser wohl schlechtestes Motel bezogen hatten und das wohl schlechteste Abendbrot des Urlaubs gegessen hatten, waren wir auf der Suche nach einem krönenden Abschluß für diesen Tag.
Wir beschlossen, noch nicht genug Wildlife gesehen zu haben. Außer zwei Emus hatten wir noch nichts besonderes gesehen heute.
So sind wir dann also in sämtliche Seitenwege hineingefahren, haben seltene, schwarze Kakadus gesehen, bis wir in einem Wald angekommen sind. Dort sahen wir am Ende eines Waldweges, leider noch in einiger Entfernung, etwa acht bis zehn “big Roos” sitzen. Vorsichtig und langsam haben wir versucht näher heranzufahren, aber die Kängerus wurden recht schnell auf uns aufmerksam. Sie sind dann in den Wald gehüpft und waren leider nicht mehr zu sehen.
Thomas wollte, zu Fuß, nachsehen, ob er sie eventuell wenigstens in der Ferne noch fotographieren kann. Als er den Weg hochging, kam aus der linken Seite des Waldes ein Fuchs heraus und verschwand auf der anderen Seite.
Als Thomas weiterging, kam der Fuchs wieder auf den Weg, hat sich kurz umgesehen und ist wieder dahin verschwunden, wo er herkam.
Nur Sekunden später kam aus dem Wald, wo der Fuchs gerade noch auf Jagd war und wohl von Thomas gestört wurde, ein Echidna!!!
Da hielt es mich dann auch nicht mehr im Auto, das mußte ich mir aus der Nähe ansehen. Eines meiner Lieblingstiere, von denen jeder sagt, man bekommt sie in der Natur so gut wie nicht zu sehen, wandert da in aller Seelenruhe über den Weg.
Was für ein Erlebnis, der Tag war gerettet. Schlechtes Motel, schlechtes Essen, aber unglaubliche Natur.
Denn nicht nur die Tierwelt hier ist einfach atemberaubend, die Natur ansich ist es mindestens ebenso!
Am nächsten morgen wollten wir dann unser Frühstück in Mt. Gambier einnehmen.
Das ist ein kleiner, gemütlicher Ort, der auf einem Vulkan liegt.
Dort gibt es einen See, den “Blue Lake”. Dieser See hat während der Wintermonate eine gräuliche Farbe, aber im November ändert sich die Farbe in ein blau. Und ich meine BLAU. Ich haben noch NIE einen so blauen See gesehen. Niemand weiß bisher warum sich die Farbe jedes Jahr über die Sommermonate so verändert, aber es ist … einfach BLAU!!!
So gestärkt, haben wir uns auf den etwa 270 km langen Weg nach Halls Gap, in den Grampians National Park gemacht.
Nun haben wir also South Australia hinter uns gelassen und sind in Victoria!
Kurz vor Halls Gap haben wir noch einen Halt gemacht, um uns den Silverband Wasserfall anzusehen.
Dieser war etwa einen Kilometer vom Parkplatz entfernt. Auf dem Weg dorthin haben wir schon unheimlich viele große Papageien gesehen. Richtig groß, richtig bunt!
Ein paar Schritte weiter hat Joshi uns dann zwei Deer gezeigt, Ja, Rentiere (Verwandte von Rudolph the red nose Reindeer…). Diese gehören nicht wirklich hierher, aber irgendjemand hat mal welche freigelassen und so vermehren sie sich jetzt so durch den Wald.
Nachdem sich die Begeisterung gelegt hatte, haben wir uns weiter auf den Weg gemacht, die Wasserfälle zu sehen.
Nachdem wir sie gefunden hatten, mußten wir leider feststellen, das es nur noch ein kleines Tropfen war, was da von oben herabtropfte. Nachdem sich die Enttäuschung darüber gelegt hatte, machten wir uns auf den Rückweg, als wir neben uns im Busch etwas rascheln hörten.
Da hoppelte ein kleines Wallaby neben uns her und futterte mal hier, mal da ein paar Blätter.
Thomas mußte natürlich wieder, mit Kamera ausgestattet, versuchen, so nah wie möglich heranzukommen.
Und unglaublich, aber wahr, es schien überhaupt keinerlei Angst zu haben. Thomas konnte auf wenige cm an das Walleby herangehen und ein Photo nach dem anderen machen.
So haben mein Vater und ich das ganze auch noch gemacht. Wir konnten ganz normal reden, mußten nicht vorsichtig gehen, unglaublich!
Das schwerste war, der Versuchung zu wiederstehen, das Walleby anzufassen!
Mal wieder total begeistert haben wir uns dann auf die Suche nach einer Unterkunft in Halls Gap gemacht und sind auch recht schnell fündig geworden.
Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten sind wir noch einmal losgefahren, um vom Boroca Point die unglaubliche Sicht zu genießen. Man sieht herab auf Täler, unendliche Weiten, kleine und größere Seen. Mal wieder atemberaubend.
Von dort sind wir dann zum wohl bekanntesten Ort des National Parks gefahren, zu “The Balcony”!
Nachdem es hier im Januar 2005 ziemlich heftig gebrannt hat, wurde dieser Felsvorsprung leider abgesperrt, da es zu gefährlich ist, ihn noch zu betreten. Es sind schon vorher viele Menschen gestorben, da sie abgestürzt sind, aber da man nach dem Brand die Statik des Felsens nicht mehr sicherstellen kann, hat man den Zugang leider abgesperrt.
Interessant war das Farbspiel, was wir sahen. Die komplett schwarzen, abgebrannten Bäume werden langsam wieder grün. Man kann sich nur schwer vorstellen, das in diesen schwarzen Gebilden überhaupt noch Leben steckt. Gleichzeitig ist es aber auch gut zu sehen, das nach diesem Brand nicht alles Leben verschwindet, sondern die Natur hier die Brände teilweise sogar zum überleben braucht.
Am Donnerstag sind wir nach dem Frühstück im Motel zum McKenzie Fall gefahren.
Dies ist ein wunderbarer Wasserfall, neben dem man gaaaaaanz viele Treppen hinunterlaufen kann, bis man am Fuß des Falls ankommt. Dort kann man sich auf die gegenüberliegenden Felsen setzten und die Schönheit der Natur genießen.
Das Schwimmen in dem kleinen See, der sich unterhalb des Falls bildet ist leider verboten, da dort letztes Jahr drei Menschen tödlich verunglückt sind. Sehr schade. Es war schönstes Wetter und das Wasser doch schon recht verlockend!
Von dort haben wir uns auf den Weg zur Great Ocean Road gemacht. Diese Straße wurde von zurückgekehrten Soldaten aus dem ersten Weltkrieg zwischen 1919 und 1932 gebaut. Die Idee dahinter war, zum einen den Männern eine Arbeit zu geben und auch, allen Gefallenen ein Denkmal zu setzten. Insgesamt arbeiteten 3000 Männer an der 160km langen Staße.
Auf dem Weg zu unserer, bis jetzt noch nicht gefundenen Übernachtung haben wir bei der Bay of Island, Bay of Martyrers und bei The Arch halt gemacht. All diese drei Punkte gaben uns “stunning views” auf den Ozean, die Felsvormationen. Die See war wunderschön und man bekam das absolute Urlaubsgefühl.
Da es schon anfing zu dämmern, sind wir an zwei ganz bekannten Sehenswürdigkeiten ersteinmal vorbeigefahren, um uns ein Bett zu suchen.
Fündig wurden wir in Port Campbell. Ein Ort, der wie viele hier, vom Tourismus lebt, aber trotzallem noch Charm hat. Wir fanden eine ganze Wohnung für uns alle. So konnten wir Abendbrot und auch Frühstück am nächsten morgen ganz ruhig zu Hause genießen.
Freitag morgen haben wir dann erstmal nachgeholt, was wir am abend zuvor nichtmehr geschafft haben. London Bridge und The twelve Apostel . London Bridge ist ein Felsen, der wie eine Brücke in den Ozean reicht und zwei Bögen hat. Aufgrund der rauen See ist Anfang der 90ger Jahre der erste der beiden Bögen, der die Verbindung zum Festland war, einfach eingebrochen. Die Frage ist, ob die beiden Touristen, die jetzt abgeschlossen vom Festland auf dem Rest der Brücke, mitten im Meer standen, froh darüber waren die ersten zu sein, die auf der neu entstandenen Insel zu sein, oder darüber, die letzten der Welt, die die Brücke begangen hatten….
Es dauerte einige Stunden, bis die beiden vom Helikopter gerettet wurden. Welch ein Erlebniss.
Danach sind wir zu den Aposteln gefahren. Leider lagen sie fast vollkommen im Nebel. Oder auch nicht leider, denn so haben wir wundschöne Bilder machen können, die ihren ganz eigenen Reiz haben.
Als wir wieder am Auto waren, um uns auf den Weg zum Otway Lighthouse zu machen, konnten wir von der Straße aus sehen, wie sich der Nebel jetzt verzogen hatte. Also sind wir nochmal zurückgefahren und die Männer haben diese Felsformation auch ohne Nebel gesehen.
Auf unserer Weiterfahrt kamen wir an sooo vielen Schildern vorbei, die behaupteten, man solle hier Koalas sehen.
Wie sind wir langsam gefahren und haben die Augen aufgehalten und doch keine gesehen. Welch Enttäuschung, fehlten uns doch nur noch Koalas und Wombats!
Nachdem wir die Hoffnung also schon aufgegeben hatte, sahen wir einen Koala direkt über der Straße im Baum sitzen. Als wir angehalten und die Kameras “schußfertig” hatten, sahen wir aufeinmal da noch einen … und da … und da, da, da und da! Also, gaaaanz viele. Und je, wie sind die niedlich, wie sie da so im Baum hängen. Also ob ein Kind (oder zwei, drei , vier Kinder) seinen Teddy vergessen hat.
Beim eben erwähnten Otway Lighthouse angekommen fanden wir, das man etwas zu viel Eintritt bezahlen sollte und so haben wir uns auf zum Otway Fly Tree Top Walk gemacht.
Das war das Geld absolut wert. Man geht auf Brücken bis in die Baumspitzen des Regenwaldes hinauf. Die höchste Brücke ist 28 Meter hoch und der Aussichtsturm sogar 45 Meter.Das war ein ganz unglaubliches Erlebnis, den Regenwald einmal aus so vielen verschiedenen Perspektiven zusehen.
Eine Unterkunft fanden wir in Apollo Bay erst nach mehreren Versuchen. Am Ende hatten wir ein freistehendes Haus, das zum Verkauf steht und in der Zwischenzeit als Motel vermietet wird.
Während der Nacht fing es leider an, nichtmehr nur zu regen, sondern zu schütten.So hatten wir den (angeblich) schönsten Teil der Great Ocean Road im totalen Dauerregen. Schade, denn die Straße schlängelt sich an der Küste entlang von einem super Strand zum nächsten. Wir haben dann nicht, wie geplant, an einigen Stränden Halt gemacht, damit die Kids ein wenig spielen können sonder sind in einem Rutsch durchgefahren. Der einzige Stopp an diesem Tag war an einem hölzernen Tor, das den Anfang (oder das Ende…) der Great Ocean Road signalisiert.
Mittags in Melbourne angekommen haben wir recht schnell ein Motel gefunden und sind, trotz der immer wieder windigen Regenschauer, nach Phillip Island gefahren, um uns die Penguin Parade anzusehen.
Nachdem wir uns mit gaaaaanz schicken Regencapes ausgestattet hatten, haben wir uns erst einmal The Nobbies angesehen, ein der Insel noch vorgelagerter Felsen, der die Heimat der größten Seehund Kolonie ist. Von dort aus sind wir zum Pyramide Rock gefahren, einer Steinformation, die aussieht wie eine Pyramide. Dann war es Zeit, zur Pinguin Parade zu fahren. Man geht zu Tribünen am Strand, wartet bis es dunkler wird, um dann zu sehen, wie die kleinsten Pinuine der Welt aus dem Meer zurück an Land kommen, nachdem sie den ganzen Tag unterwegs waren, um Futter für ihre Jungen zu suchen. Die Pinuine, die nur etwas über 30 cm groß sind, werden am Strand schon von den Möven erwartet, die sie ärgern und versuchen, ihnen den Weg über den Strand zu versperren.
Sehr lustig anzusehen, das ganze. Hier darf man leider keinerlei Bilder machen, da das Blitzlicht die Tiere verstören würde.
Am nächsten morgen haben wir mal wieder recht nett in der Stadt gefrühstückt, bevor wir uns auf eine kleine Sightseeing Tour durch Melbourne gemacht haben. Es gibt dort eine kleine, kostenlose Tramtour, die einen an allen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeiführt. Danach hat uns ein Straßenkünstler in seinen Bann gezogen, die Kids haben Kidsjumping gemacht und wir sind zur Rod Laver Arena gegangen und haben, von außen, zugesehen, wo gerade Weltklasse Tennis gespielt wurde. Da Tommy Haas aber schon gespielt hatte, haben wir uns das Spektakel der Australien Open nicht aus der Nähe angesehen.
Da es schon wieder anfing zu regnen, haben wir beschlossen, einen ruhigen, frühen abend im Motel einzulegen.
Nach dem Frühstück im Motel haben wir uns auf die Irrfahrt (alle Beteiligten wissen, wovon ich rede) zu einem ehemaligen Mitarbeiter von Thomas gemacht, um mit ihm und seiner Familie einen netten Tag zu verbringen.
Wir sind in die Berge Melbournes gefahren um dort mit einer Dampfeisenbahn, der Puffing Billy, zu fahren. Kaum zu glauben, aber wahr, das Wetter wurde nicht nur schön , sondern richtig gut, so daß wir den Zwischenstopp an einem kleinen See richtig genießen konnten.
Wieder am Auto haben wir uns auf den langen Weg zurück nach Syndey gemacht.
Nach noch einer weiteren Nacht im Motel, wieder zurück in New South Wales in Albury, haben wir uns Dienstag aufgemacht, auch die letzten, knapp 500km unserer dann über 3000km langen Reise zu machen.
Alles in allem haben wir viel gesehen, viel Natur, die es so nirgendwo anderes auf dieser Welt gibt, viele Tiere in freier Wildbahn. Und, wenn man es sich auf der Landkarte ansieht, haben wir einen nur winzigen Zipfel des Landes gesehen.
Es war WUNDERSCHÖN!
Bilder folgen bald!
About
We are a family, living the dream of Australia in Syndey!
And finally we made it, we´ve got our own Blog to share some adventures and just the normal life with you.
So enjoy it!


