Muchito

Family living the dream of Australia

Wenn einer eine Reise tut….

Again, finally we made it! We went on our first (unbelievable but true) holiday trip in Australia!

 On Sunday afro we headed of to Adelaide. Dort angekommen, haben wir uns erstmal auf die Suche nach einem sieben- oder achtsitzer gemacht (Familie Much mitsamt (Schwieger-)Eltern)).

Wie einfach das ist, in DER Haupturlaubszeit kann man sich ja vorstellen. Aber, nach etwa einer Stunde kam dann wieder das allseitsbekannte “Finally… we made it”!

 Wir hatten also ein Auto, sieben Menschen (vier groß, drei klein), etwas Gepäck, Hunger und keine Ahnung, wo wir schlafen oder essen sollten.

So fuhren wir auf Adelaides Motel/Hotel Meile und hatten auch gleich beim ersten Stopp Glück. Wir bekamen ein Doppelzimmer und ein Familyroom. Für zwei Nächte, gerade neu renoviert. Sehr schön!

 Am nächsten morgen sind wir in die Stadt gefahren und haben, dank des Lonely Planet, sehr, sehr gemütlich gefrühstückt. Leckere Sandwiches, frischgepresste Säfte, Croissants,…!

 Danach ging es auf nach Hahndorf. Ein kleines, verschlafenes Nest, etwa eine halbe Stunde von Adelaide entfernt. Dieses verschlafene Örtchen ist eine der besterhaltenen Siedlungen aus der Zeit der ersten, meist deutschen, Siedler! Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt und bekommt ein Gefühl dafür, wie es wohl so um 1839 dort ausgesehen hat und was es hieß, dort ein neues Leben aufzubauen.

Von dort sind wir in eines der vielen Weingebiete Australiens gefahren, das Barossa Valley.

Wie Weinberge (oder besser Felder) so aussehen, das kann sich jeder vorstellen, der schon mal in den vielen Weingegenden dieser Welt unterwegs war.

Wir sind dann zu der Seppeltfield Winery gefahren, haben uns das ganze einmal etwas genauer angesehen. Sehr beeindruckend!! Da dort die Tour aber leider gerade losgegangen war und die nächste erst eineinhalb Stunden später losgegangen wäre, haben wir beschlossen, darauf zu verzichten und sind zu einer noch sehr bekannten und guten Winery gefahren (Penfolds), um dort eine kleine Weinprobe zu machen.

Nachdem wir volltrunken (kleiner Scherz) waren, leckeren Wein für den abend gekauft hatten, sind wir wieder nach Adelaide zurückgefahren.

Am nächsten morgen gab es dann das gute, altbekannte schottische Frühstück, mit lecker Kaffee.

Von dort haben wir uns auf den etwa 500km langen Weg gemacht und sind, nach einem kleinen Ausflug über eine unbefestigte Straße durch das verlassene Inland, an der Küste entlang Richtung Millicent gefahren, wo wir dann die nächste Nacht verbingen sollten.

Unterwegs war es doch schon arg erschreckend, die hier immerzu erwähnte “größte Dürre seid 100 Jahren”, mit eigenen Augen zu sehen.

Kilometerlange Seen waren ausgetrocknet!! Einfach weg!! Soviel Wasser…! Alles war nur noch beige, braun, trocken, ..!
Die armen Rinder und Schafe, die es dort zu hunderten gibt. Die Viecher stehen da, sehen recht zufrieden aus und fressen Stroh. Nur, das das Stroh noch im Boden steckt…!

Nachdem wir dann unser wohl schlechtestes Motel bezogen hatten und das wohl schlechteste Abendbrot des Urlaubs gegessen hatten, waren wir auf der Suche nach einem krönenden Abschluß für diesen Tag.

Wir beschlossen, noch nicht genug Wildlife gesehen zu haben. Außer zwei Emus hatten wir noch nichts besonderes gesehen heute.

So sind wir dann also in sämtliche Seitenwege hineingefahren, haben seltene, schwarze Kakadus gesehen, bis wir in einem Wald angekommen sind. Dort sahen wir am Ende eines Waldweges, leider noch in einiger Entfernung, etwa acht bis zehn “big Roos” sitzen. Vorsichtig und langsam haben wir versucht näher heranzufahren, aber die Kängerus wurden recht schnell auf uns aufmerksam. Sie sind dann in den Wald gehüpft und waren leider nicht mehr zu sehen.

Thomas wollte, zu Fuß, nachsehen, ob er sie eventuell wenigstens in der Ferne noch fotographieren kann. Als er den Weg hochging, kam aus der linken Seite des Waldes ein Fuchs heraus und verschwand auf der anderen Seite.

Als Thomas weiterging, kam der Fuchs wieder auf den Weg, hat sich kurz umgesehen und ist wieder dahin verschwunden, wo er herkam.

Nur Sekunden später kam aus dem Wald, wo der Fuchs gerade noch auf Jagd war und wohl von Thomas gestört wurde, ein Echidna!!!

Da hielt es mich dann auch nicht mehr im Auto, das mußte ich mir aus der Nähe ansehen. Eines meiner Lieblingstiere, von denen jeder sagt, man bekommt sie in der Natur so gut wie nicht zu sehen, wandert da in aller Seelenruhe über den Weg.

Was für ein Erlebnis, der Tag war gerettet. Schlechtes Motel, schlechtes Essen, aber unglaubliche Natur.

Denn nicht nur die Tierwelt hier ist einfach atemberaubend, die Natur ansich ist es mindestens ebenso!

Am nächsten morgen wollten wir dann unser Frühstück in Mt. Gambier einnehmen.

Das ist ein kleiner, gemütlicher Ort, der auf einem Vulkan liegt.

Dort gibt es einen See, den “Blue Lake”. Dieser See hat während der Wintermonate eine gräuliche Farbe, aber im November ändert sich die Farbe in ein blau. Und ich meine BLAU. Ich haben noch NIE einen so blauen See gesehen. Niemand weiß bisher warum sich die Farbe jedes Jahr über die Sommermonate so verändert, aber es ist … einfach BLAU!!!

So gestärkt, haben wir uns auf den etwa 270 km langen Weg nach Halls Gap, in den Grampians National Park gemacht.

Nun haben wir also South Australia hinter uns gelassen und sind in Victoria!

Kurz vor Halls Gap haben wir noch einen Halt gemacht, um uns den Silverband Wasserfall anzusehen.

Dieser war etwa einen Kilometer vom Parkplatz entfernt. Auf dem Weg dorthin haben wir schon unheimlich viele große Papageien gesehen. Richtig groß, richtig bunt!

Ein paar Schritte weiter hat Joshi uns dann zwei Deer gezeigt, Ja, Rentiere (Verwandte von Rudolph the red nose Reindeer…). Diese gehören nicht wirklich hierher, aber irgendjemand hat mal welche freigelassen und so vermehren sie sich jetzt so durch den Wald.

Nachdem sich die Begeisterung gelegt hatte, haben wir uns weiter auf den Weg gemacht, die Wasserfälle zu sehen.

Nachdem wir sie gefunden hatten, mußten wir leider feststellen, das es nur noch ein kleines Tropfen war, was da von oben herabtropfte. Nachdem sich die Enttäuschung darüber gelegt hatte, machten wir uns auf den Rückweg, als wir neben uns im Busch etwas rascheln hörten.

Da hoppelte ein kleines Wallaby neben uns her und futterte mal hier, mal da ein paar Blätter.

Thomas mußte natürlich wieder, mit Kamera ausgestattet,  versuchen, so nah wie möglich heranzukommen.

Und unglaublich, aber wahr, es schien überhaupt keinerlei Angst zu haben. Thomas konnte auf wenige cm an das Walleby herangehen und ein Photo nach dem anderen machen.

So haben mein Vater und ich das ganze auch noch gemacht. Wir konnten ganz normal reden, mußten nicht vorsichtig gehen, unglaublich!

Das schwerste war, der Versuchung zu wiederstehen, das Walleby anzufassen!

Mal wieder total begeistert haben wir uns dann auf die Suche nach einer Unterkunft in Halls Gap gemacht und sind auch recht schnell fündig geworden.

Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten sind wir noch einmal losgefahren, um vom Boroca Point die unglaubliche Sicht zu genießen. Man sieht herab auf Täler, unendliche Weiten, kleine und größere Seen.  Mal wieder atemberaubend.

Von dort sind wir dann zum wohl bekanntesten Ort des National Parks gefahren, zu “The Balcony”!

Nachdem es hier im Januar 2005 ziemlich heftig gebrannt hat, wurde dieser Felsvorsprung leider abgesperrt, da es zu gefährlich ist, ihn noch zu betreten. Es sind schon vorher viele Menschen gestorben, da sie abgestürzt sind, aber da man nach dem Brand die Statik des Felsens nicht mehr sicherstellen kann, hat man den Zugang leider abgesperrt.

Interessant war das Farbspiel, was wir sahen. Die komplett schwarzen, abgebrannten Bäume werden langsam wieder grün. Man kann sich nur schwer vorstellen, das in diesen schwarzen Gebilden überhaupt noch Leben steckt. Gleichzeitig ist es aber auch gut zu sehen, das nach diesem Brand nicht alles Leben verschwindet, sondern die Natur hier die Brände teilweise sogar zum überleben braucht.

Am Donnerstag sind wir nach dem Frühstück im Motel zum McKenzie Fall gefahren.

Dies ist ein wunderbarer Wasserfall, neben dem man gaaaaaanz viele Treppen hinunterlaufen kann, bis man am Fuß des Falls ankommt. Dort kann man sich auf die gegenüberliegenden Felsen setzten und die Schönheit der Natur genießen.

Das Schwimmen in dem kleinen See, der sich unterhalb des Falls bildet ist leider verboten, da dort letztes Jahr drei Menschen tödlich verunglückt sind. Sehr schade. Es war schönstes Wetter und das Wasser doch schon recht verlockend!

Von dort haben wir uns auf den Weg zur Great Ocean Road gemacht. Diese Straße wurde von zurückgekehrten Soldaten aus dem ersten Weltkrieg  zwischen 1919 und 1932 gebaut. Die Idee dahinter war, zum einen den Männern eine Arbeit zu geben und auch, allen Gefallenen ein Denkmal zu setzten. Insgesamt arbeiteten 3000 Männer an der 160km langen Staße.

Auf dem Weg zu unserer, bis jetzt noch nicht gefundenen Übernachtung haben wir bei der Bay of Island, Bay of Martyrers und bei The Arch halt gemacht. All diese drei Punkte gaben uns “stunning views” auf den Ozean, die Felsvormationen. Die See war wunderschön und man bekam das absolute Urlaubsgefühl.

Da es schon anfing zu dämmern, sind wir an zwei ganz bekannten Sehenswürdigkeiten ersteinmal vorbeigefahren, um uns ein Bett zu suchen.

Fündig wurden wir in Port Campbell. Ein Ort, der wie viele hier, vom Tourismus lebt, aber trotzallem noch Charm hat. Wir fanden eine ganze Wohnung für uns alle. So konnten wir Abendbrot und auch Frühstück am nächsten morgen ganz ruhig zu Hause genießen.

Freitag morgen haben wir dann erstmal nachgeholt, was wir am abend zuvor nichtmehr geschafft haben. London Bridge und  The twelve Apostel . London Bridge ist ein Felsen, der wie eine Brücke in den Ozean reicht und zwei Bögen hat.  Aufgrund der rauen See ist Anfang der 90ger Jahre der erste der beiden Bögen, der die Verbindung zum Festland war, einfach eingebrochen. Die Frage ist, ob die beiden Touristen, die jetzt abgeschlossen vom Festland  auf dem Rest der Brücke, mitten im Meer standen, froh darüber waren die ersten zu sein, die auf der neu entstandenen Insel zu sein, oder darüber, die letzten der Welt, die die Brücke begangen hatten….

Es dauerte einige Stunden, bis die beiden vom Helikopter gerettet wurden. Welch ein Erlebniss.

Danach sind wir zu den Aposteln gefahren. Leider lagen sie fast vollkommen im Nebel. Oder auch nicht leider, denn so haben wir wundschöne Bilder machen können, die ihren ganz eigenen Reiz haben.

Als wir wieder am Auto waren, um uns auf den Weg zum Otway Lighthouse zu machen, konnten wir von der Straße aus sehen, wie sich der Nebel jetzt verzogen hatte. Also sind wir nochmal zurückgefahren und die Männer haben diese Felsformation auch ohne Nebel gesehen.

Auf unserer Weiterfahrt kamen wir an sooo vielen Schildern vorbei, die behaupteten, man solle hier Koalas sehen.

Wie sind wir langsam gefahren und haben die Augen aufgehalten und doch keine gesehen. Welch Enttäuschung, fehlten uns doch nur noch Koalas und Wombats!

Nachdem wir die Hoffnung also schon aufgegeben hatte, sahen wir einen Koala direkt über der Straße im Baum sitzen. Als wir angehalten und die Kameras “schußfertig” hatten, sahen wir aufeinmal da noch einen … und da … und da, da, da und da! Also, gaaaanz viele. Und je, wie sind die niedlich, wie sie da so im Baum hängen. Also ob ein Kind (oder zwei, drei , vier Kinder)  seinen Teddy vergessen hat. 

Beim eben erwähnten Otway Lighthouse angekommen fanden wir, das man etwas zu viel Eintritt bezahlen sollte und so haben wir uns auf zum Otway Fly Tree Top Walk gemacht.

Das war das Geld absolut wert. Man geht auf Brücken bis in die Baumspitzen des Regenwaldes hinauf. Die höchste Brücke ist 28 Meter hoch und der Aussichtsturm sogar 45 Meter.Das war ein ganz unglaubliches Erlebnis, den Regenwald einmal aus so vielen verschiedenen Perspektiven zusehen.

Eine Unterkunft fanden wir in Apollo Bay erst nach mehreren Versuchen. Am Ende hatten wir ein freistehendes Haus, das zum Verkauf steht und in der Zwischenzeit als Motel vermietet wird.

Während der Nacht fing es leider an, nichtmehr nur zu regen, sondern zu schütten.So hatten wir den (angeblich) schönsten Teil der Great Ocean Road im totalen Dauerregen. Schade, denn die Straße schlängelt sich an der Küste entlang von einem super Strand zum nächsten. Wir haben dann nicht, wie geplant, an einigen Stränden Halt gemacht, damit die Kids ein wenig spielen können sonder sind in einem Rutsch durchgefahren. Der einzige Stopp an diesem Tag war an einem hölzernen Tor, das den Anfang (oder das Ende…) der Great Ocean Road signalisiert.

Mittags in Melbourne angekommen haben wir recht schnell ein Motel gefunden und sind, trotz der immer wieder windigen Regenschauer, nach Phillip Island gefahren, um uns die Penguin Parade anzusehen.

Nachdem wir uns mit gaaaaanz schicken Regencapes ausgestattet hatten, haben wir uns erst einmal The Nobbies angesehen, ein der Insel noch vorgelagerter Felsen, der die Heimat der größten Seehund Kolonie ist. Von dort aus sind wir zum Pyramide Rock gefahren, einer Steinformation, die aussieht wie eine Pyramide. Dann war es Zeit, zur Pinguin Parade zu fahren. Man geht zu Tribünen am Strand, wartet bis es dunkler wird, um dann zu sehen, wie die kleinsten Pinuine der Welt aus dem Meer zurück an Land kommen, nachdem sie den ganzen Tag unterwegs waren, um Futter für ihre Jungen zu suchen. Die Pinuine, die nur etwas über 30 cm groß sind, werden am Strand schon von den Möven erwartet, die sie ärgern und versuchen, ihnen den Weg über den Strand zu versperren.

Sehr lustig anzusehen, das ganze. Hier darf man leider keinerlei Bilder machen, da das Blitzlicht die Tiere verstören würde.

Am nächsten morgen haben wir mal wieder recht nett in der Stadt gefrühstückt, bevor wir uns auf eine kleine Sightseeing Tour durch Melbourne gemacht haben. Es gibt dort eine kleine, kostenlose Tramtour, die einen an allen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeiführt. Danach hat uns ein Straßenkünstler in seinen Bann gezogen, die Kids haben Kidsjumping gemacht und wir sind zur Rod Laver Arena gegangen und haben, von außen, zugesehen, wo gerade Weltklasse Tennis gespielt wurde. Da Tommy Haas aber schon gespielt hatte, haben wir uns das Spektakel der Australien Open nicht aus der Nähe angesehen.

Da es schon wieder anfing zu regnen, haben wir beschlossen, einen ruhigen, frühen abend im Motel einzulegen.

Nach dem Frühstück im Motel haben wir uns auf die Irrfahrt (alle Beteiligten wissen, wovon ich rede) zu einem ehemaligen Mitarbeiter von Thomas gemacht, um mit ihm und seiner Familie einen netten Tag zu verbringen.

Wir sind in die Berge Melbournes gefahren um dort mit einer Dampfeisenbahn, der Puffing Billy, zu fahren. Kaum zu glauben, aber wahr, das Wetter wurde nicht nur schön , sondern richtig gut, so daß wir den Zwischenstopp an einem kleinen See richtig genießen konnten.

Wieder am Auto haben wir uns auf den langen Weg zurück nach Syndey gemacht.

Nach noch einer weiteren Nacht im Motel, wieder zurück in New South Wales in Albury, haben wir uns Dienstag aufgemacht, auch die letzten, knapp 500km unserer dann über 3000km langen Reise zu machen.

Alles in allem haben wir viel gesehen, viel Natur, die es so nirgendwo anderes auf dieser Welt gibt, viele Tiere in freier Wildbahn. Und, wenn man es sich auf der Landkarte ansieht, haben wir einen nur winzigen Zipfel des Landes gesehen.

Es war WUNDERSCHÖN!

Bilder folgen bald!

February 2, 2007 - Posted by 5r2much4u | Urlaube | , , , , , , | No Comments

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