Happy Birthday und andere Katastrophen
Wo soll ich nur anfangen??
Wir hatten vollstes Programm letzte Woche.
Letzten Sonntag ist meine Cousine leider wieder bei uns angekommen. Dieses bitte nicht falsch verstehen, wir sind da etwas in der Zwickmühle. Aber von Anfang an.
Marie ist schon seid September in Australien um ein Jahr zu arbeiten und vor allem zu reisen. Sie war auch über Weihnachten und Sylvester bei uns, was sehr, sehr schön war.
Dann hat sie aber das Reisefieber gepackt und wir mußten leider Abschied nehmen, was den Kids, die sie gleich adoptieren wollten und auch uns sehr schwer viel.
Vor zehn Tagen bekam ich dann einen Anruf von Marie, die mir sagte, sie habe sich irgendwie verletzt und ein Arzt (am Strand und selber im Urlaub) habe gesagt, das sei nur eine Bänderdehnung oder so und sie solle fleißig versuchen zu laufen. Nachdem das aber nach etwa einer Woche immer noch unmöglich war, wollte sie wieder nach Sydney kommen, um sich mal richtig untersuchen zu lassen.
Unseren Ärztemaraton haben wir dann am Montag morgen beginnen wollen, sind aber darauf hingewiesen worden, das man als Neupatient einen Termin braucht. Also am nachmittag nochmal das gleiche. Verlassen haben wir die Praxis mit einer Überweisung zum röntgen und der Diagnose, das es nicht nach Bändern, sonder nach einem Bruch aussehe!
Wie niederschmetternd!
Am Dienstag sind wir dann zum röntgen und unsere schlimmen (nicht schlimmsten!!!!) Befürchtungen haben sich bestätigt, klar und deutlich konnten sogar wir Laien schon das Schienbein “wunderbar” gebrochen sehen. Also wieder zum Hausarzt, der uns netterweise sofort zu einem Spezialisten geschickt hat.
Dieser bestätigte dann das, was auch der Hausarzt schon gesagt hatte, eine OP sein unumgänglich… und, er befürchtete sogar noch, das der Knöchel etwas mit abbekommen hatte.
Also für Mittwoch einen Termin zum CT röntgen. Wieder beim Spezialisten dann die entgültige Diagnose: der Knöchel hat nichts abbekommen (aufatmen), aber das Schienbein ist dafür gleich zweimal gebrochen (nächster Schock)!
Bei der geplanten OP gab es dann auch gleich drei Alternativen, die von ganz schrecklich, über Mist bis okay reichten.
Womit erklärt wäre, in welchen Zwiespalt wir stecken. Wir freuen und tierisch, das Marie wieder hier ist, aber die Umstände sind alles andere als wünschenswert.
Donnerstag morgen haben wir uns dann mitten in der Nacht auf den Weg in die Klinik gemacht und darauf gewartet, das Marie endlich dran kommt. Als sie Marie in den OP geschoben haben, konnte ich dort nichts mehr machen und habe mich auf den Weg zur Schule gemacht, denn dort fand die erste Assembly des zweiten Halbjahres statt.
Schule??? Kinder??? Ich??? Ach ja, habe ich ja. Wo wir dabei wären, hatten die drei (…DREI) nicht auch alle erst kürzlich Geburtstag? Hatten wir nicht für dieses (DIESES) Wochenende zwei der drei Parties geplant??
Nach einem geschockten Blick auf den Kalender haben ich festgestellt, das wir hatten. Einladungen waren natürlich schon raus, also gab es kein zurück mehr!
Also habe ich Donnerstag abend angefangen, Timons Party, die für Freitag nach der Schule angesetzt war, zu organisieren.
Er hat zusammen mit einem anderen Jungen aus der Pre School gefeiert, was hieß, ich hatte nur die Hälfte der Arbeit, da Carola den Rest hatte.
Ich glaube, am Freitag abend haben zwölf glückliche Gäste, plus zwei Gastgeber, plus zehn Geschwisterkinder (!) den Park verlassen, womit wir die Party als Erfolg verbuchen können. Immerhin, es gab keine Verletzten und keine Tränen!
Ich hatte zwar zwischendurch das Gefühl, in einem Film zu sein, aber ich haben es überlebt und konnte mich auf dem Nachhauseweg schon damit beschäftigen, wie wir Merles geplante Schnitzeljagd durch den Bush für den nächsten vormittag um 11am regeln. Zuhause angekommen, war ich so kaputt, das ich nur noch alles weggeräumt habe und das Essen für den nächsten Tag vorbereitet habe.
Samstag haben wir dann glaube ich die am schlechtesten vorbereitete Party ever gefeiert, hatten wieder keine Verletzten, keine Tränen, keine Schlangebisse….. aber viele lachende Kinder!
Womit sich mir die Frage für das nächste Jahr stellt, braucht man wirklich Wochen, um einen Kinderparty zu organisieren, oder reichen nicht tatsächlich etwa dreieinhalb Stunden aus?????
Ich glaube, die paar Stunden reichen, aber des besseren Gewissens wegen sollte man sich doch wenigstens ein paar Tage gönnen..
Zwischendurch haben wir natürlich fleißig Marie jeden Tag besucht, nicht das ihr denkt, die hätten wir da ganz alleine im Krankenhaus liegenlassen. Sie erholt sich den Umständen entsprechend gut und kann, so wie es aussieht, morgen endlich wieder zu und kommen… was dann für mich eine ungemeine Erleichterung ist, da sie Hausaufgaben und Gitarrendienst mit Merle hat. Das heißt ich bin davon befreit und Merle macht super gut ihre Hausaufgaben, um Marie nicht zu enttäuschen.
Da Marie für mindesten drei Monate kein Gewicht auf den Fuß bringen darf, werden wir jetzt fleißig mit ihr überlegen, ob sie besser hier bleibt und die restliche Zeit noch zum reisen nutzt, oder nach Deutschland fliegt und…????
Aber, wie ihr anhand des Eintrags sehen könnt, habe ich alles überstanden (unbeschadet???), Joshis Party ist schon geplant und, ich habe an der Schule auch noch eine “neue” Mama kennengelernt, die ganz nett zu sein scheint. Ihr jüngster geht mit Timon zusammen in die Pre School und die beiden sind seid eineinhalb Wochen unzertrennlich und ihr zweitjüngster geht mit Merle in eine Klasse. Die beiden älteren finden Timon total witzig, womit genug Gemeinsamkeiten für Parknachmittage gefunden wären. Warten wir es erstmal ab, denn wie war das mit dem gebrannten Kind?? Es gibt da Freunde, die sich nach Mexico absetzten…..
Aber, es sind auch immer noch Freunde, also….

Jaja,
wir grüßen auch herzlich
und wünschen Marie unbekannterweise gutes Genesen.
Nicht heimfliegen!!!
Lucia said this on February 13, 2007 at 8:46 pm