Wunder???
Seid wir in Deutschland waren, haben unsere “Schweine” nicht nur zwei mitteinander verbundene Ställe hinten im Garten, auf Pflastersteinen, sondern auch ein Freilaufgehege für vorne, wo sie auf dem Rasen herumlaufen können.
Immer, wenn sie das Gras abgefressen haben, müssen wir den Stall etwas weiterrücken und dabei aufpassen, das wir ihn nicht genau über das eine oder andere Rattenloch stellen oder nicht über eine unebene Stelle!
So getan auch am Dienstag nachmittag. Chocolate und Brownie nach vorne, hinten die Ställe saubergemacht.
Am Mittwoch morgen beim füttern ist uns dann aufgefallen, das es so merkwürdig leer ist im Gehege. War da doch nur noch Chocolate. Brownie war weg!!!!!!
Da wir ja nun aber quasi im Bush leben, konnte ich das ganze auch nicht schönreden. Oder wie Timon gleich meinte”Hoffentlich ist er schnell gestorben, als die Schlange in gebissen hat”. Ansonsten gab es auch nur noch die Möglichkeit der fleischliebenden Kookaburras oder diverser Spinnen. Überleben war eigentlich unmöglich für ein Haustier.
Die Merle und Joshi wollten gleich suchen gehen, aber auch den Zahn musste ich ihnen gleich ziehen: aussichtslos!!!!
So trauerten wir also mal wieder um ein Meerschweinchen. Die Kinder schmiedeten schon Pläne, wann wir ein neues kaufen und wie es aussehen sollte.
Heute morgen sollte Merle dann Chocolate, der natürlich mittlerweile in sicheren vier Wänden war, füttern.
Sie wollte gerade die Terassentür öffnen, als sie auf einmal losschrie “Da ist er, da ist Brownie”. Ich wollte sie schon für verrückt erklären, habe nachgesehen und traute meinen Augen nicht. Da lief unser Brownie bei uns im Garten herum und hat sich unter dem Stall verkrochen. Wir haben ihn da dann ersteinmal abgesperrt, so daß er uns nicht nocheinmal weglaufen konnte, ihn mit Salat gefüttert, irgendwann dann auch zu fassen bekommen und ihn mit Chocolate wiedervereinigt.
Könnt Ihr Euch das vorstellen, er war mindestens einen ganzen Tag im Bush unterwegs, ist keiner Schlange, Spinne oder Kookaburra zum Opfer gefallen und hat sich überlegt, zu uns zurück zu kommen.
Scheinbar hat er festgestellt, das der Spruch “The grass is always greener on the other side” nicht stimmt und er es doch nicht sooooo schlecht bei uns hat.
Wenn er doch nur ezählen könnte, was er so erlebt hat, ich bin mir sicher, das wäre auch einen Blog Eintrag wert…
Wochenend und Sonnenschein
…hatten wir leider nicht ganz.
Da bei uns je gerade Ferien sind, wir aber leider nicht wie angedacht wegfahren können, da Thomas im Moment keinen Urlaub nehmen kann, dachten wir, wir sollten wenigstens das Wochenende nutzen.
Zur Auswahl standen entweder ein Trip in die Blue Mountains, zu den Jenolan Caves, wo wir schonmal einen Tag waren, aber keine Chance hatten in eine der Höhlen hineinzugehen oder aber sonstwo hin, wie weit man auch immer in zwei Tagen hin und zurück kommt. Richtung war egal, im Norden brennts, im Süden war schlechteres Wetter und im Westen gehts ins Nichts (so ziemlich, alles was da noch attraktiv ist, ist zu weit weg für nur eine Übernachtung).
Thomas hat dann Samstag morgen vorgeschlagen, doch in den süden Sydneys zu fahren. Dort waren wir auch erst ein mal vorher.
So haben wir also schnell unsere Tasche gepackt, Schwimmsachen dazu und los konnte es gehen.
Wir sind zuerst durch meinen absoluten Lieblingsort “Bulli” gefahren. Leider ohne selbigen, aber ich arbeite weiter daran. Habe mit Bildern von der Geburtstagsparade zum 60. meine Sehsucht wieder größer werden lassen.
Weiter dann, den immer dichter werdenden Wolken entgegen, Richtung Kiama. Dort gibt es ein sogenanntes Blowhole. Oder wie Timon fragte ” Ist das da von ganz alleine so hingewachsen?”! Dort sind wir dann schon etwas nass geworden, was aber nicht am Regen lag! Immerhin wurde es dort schon so windig, das wir Timon festhalten mussten, er wäre sonst weggeweht!!!! Also schnell ins Auto und weiter, durch Nowra und Huskisson, Richtung Jervis Bay, unserem geplanten Ziel. Das Wetter hat sich wieder typisch “Much” gezeigt, es wurde schlechter und schlechter und kälter und kälter. Macht nichts, wir sind ja Kummer gewohnt unsere gute Laune sollte nicht durchs Wetter getrübt werden.
In Jervis Bay mussten wir dann leider feststellen, das da, wo wir übernachten wollten, es keinerlei Motels gab. Unglaublich aber wahr. Also wieder von der Halbinsel herunter und zurück nach Huskisson. Wir hätten jedoch dem ”Lonely Planet” glauben schenken und vorbuchen sollen. Im Januar hatten wir ja aber auch immer glück, wer konnte denn soetwas ahnen?
Nunja, kein Problem. Zur Not hätten wir auch noch zurück bis Sydney gekonnt!
In Nowra sind wir dann fündig geworden, haben ein sehr gutes Motel gefunden, sind nett italienisch essen gegangen und früh ins Bett, da wir ein Ein-Zimmer Motel mit den Kids geteilt haben.
Am Sonntag sind wir dann durch das Kangaroo Valley zurück gefahren, haben die urige Hamden Bridge bewundert, die aussieht, als würde man durch ein Schlossbogen fahren und einfach nur die Landschaft und das satte grün genossen. Die Kids konnten gar nicht verstehen, wozu es soooo viele Kühe gibt “So viel Milch trinken wir nun auch nicht”.
Nach einem Mittagsnack in einem kleinen gemütlichen Bistro haben wir uns langsam wieder auf den Weg nach Sydney gemacht. Dort angekommen hatten wir noch den ganzen nachmittag, so das Thomas heute nicht so abgehetzt zur arbeit musste. Das Kurz-Urlaubswochenende haben wir dann mit einem lecker BBQ ausklingen lassen.
Als dann auch noch Wagners angerufen haben und sogar die Männer mal die Möglichkeit hatten zu telefonieren, kann ich nur sagen, das war ein sehr gelungener Abschluss des Wochenendes.
P.S.: Wir hatten ein Motelzimmer deßwegen abgelehnt und uns bei dem zweiten dann auch gewundert, warum da so viele dicke, fette Motten waren. Auf der Rückfahrt nachSydney haben sie dann in den Nachrichten schon von einer Mottenplage gesprochen. … Das erklärte dann doch einiges.
Zurück hier zu Hause durften wir feststellen, das wir (bis jetzt!!!!) scheinbar verschohnt geblieben sind. Und ich hoffe, das bleibt auch so, denn die die wir gesehen haben waren echt dick und ekelig und überhaupt…. Es werden schon Diskussionen angeregt, was man damit alles machen kann…essen……… Nein danke!!!
Es ist wieder so weit
Was soll ich sagen, lange darauf “hingebangt”, als unabwendbar akzeptiert, doch nun ist es leider wieder losgegangen.
Die Bushfeuer Saison hat begonnen. Nachdem wir dieses Jahr schon recht lange verschont geblieben sind (letztes Jahr ging es schon einige Wochen eher los), brennt es seid Samstag.
Samstag konnten wir in der Ferne die Rauchwolken sehen, die ganz schön nah dran wirken, irgendwie!
Gestern jedoch hatten sie das Feuer schon unter Kontrolle. Ein weiteres Feuer, etwas nördlicher von uns, in Port Stephens hat leider ein Haus “gekostet” und brennt auch immer noch, nicht kontolliert, weiter.
Seid heute nachmittag nun brennt es relativ nah bei uns. Es ist schon recht beeindruckend und bedrückend, wenn ohne Unterbrechung Feuerwehrsirenen zu hören sind und Hubschrauber über einem hin und her fliegen. Der ganze Freeway 3 Richtung Central Coast ist gesperrt, genauso wie die Zuglinie. In den Nachrichten haben sie gesagt, das alles, was in der Richtung wohnt, sich eine Unterkunft in Sydney suchen soll, für heute nacht, da die Straßen bestimmt so schnell nicht wieder frei gegeben werden.
Damit wären wir wieder beim, zumindest gedanklichen, Notfallkoffer packen. So gut mir unser Haus ja in den Wintermonaten gefällt, so wenig mag ich die Lage in den Sommermonaten!
Das mit den Bushbränden ist mit Sicherheit etwas, wo ich mich nie daran gewöhnen werden kann /könnte. Egal, wie lange wir hier leben (sollten). Genauso wenig wie ich mich an den fehlenden Schnee zu Weihnachten gewöhnen werde.
Seid dieser Woche haben die Kids Frühlingsferien. Montag war hier Feiertag (quasi 1. Mai) und seid Dienstag sind Merle und Joshi im Scouts Centre zum Ferienprogramm. So dreckig wie sie abends nach Hause kommen, sehen sie so aus, als hätten sie jede Menge Spaß. Das einzige, was noch leuchtet, sind die Augen wenn sie von ihrem Tag erzählen.
Und genau so soll es doch auch sein, oder?
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And finally we made it, we´ve got our own Blog to share some adventures and just the normal life with you.
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