Camping in Newnes
Ich habe es tatsaechlich geschafft, alles in mein Auto zu packen. Und so gerne ich Thomas dabei gehabt haette, es waere unmoeglich gewesen, da das Auto bis auf den letzten quadratcentimeter vollgestopft war. Nach einem Stopp in Lithgow, beim goldenen ‘M’ ging es dann nach etwa zehn Kilometern auf eine fuenf Kilometer lange Kurvenstrecke, mit einem Flickenteppich der sich Teer schimpft. Da dachten wir schon, es ginge nicht schlimmer….. aber nur, bis wir auf eine 27 (!!!!!) km lange Gravel Road kamen! Und die hatte es in sich. Zwei Mal kam mein Autolein echt ins schleudern und ich musste kaempfen, es auf der Strasse zu halten. Joshi musste zwischendurch vor lauter Schreck mal kurz aufheulen, da ihn der Zustand der Strasse ziemlich geangstigt hat.
Nach einer Ewigkeit kamen wir dann aber doch im “Ort” Newnes an. Vor 102 jahren gegruendet und zu Hochzeiten 1600 Einwohner, was man sich heute kaum vorstellen kann.
Es steht noch das alte Hotel und ansonsten kann man im Wald ueberall ein paar Ruinen finden, aber das war es dann auch. Und ich habe noch nie so ein basic camping gemacht. Es gab vier richtige Toiletten, die jedoch nicht in einem Haus waren, sondern in kleinen Zelten! Daneben stand unter freiem Himmel ein Waschbecken, angeschlossen an einen Wasserhahn, so einen, wie man im Garten hat, also nur kalt! Und das war es dann auch!!!
Relativ feucht ist es gewesen und hat immer mal wieder geregnet und wenn es nicht geregnet hat, war es trotzdem bewoelkt. Da ich schon mit einer Erkaeltung dorthin gefahren bin, war es meiner Genesung natuerlich nicht wirklich foerderlich. Samstag sind wir dann zu einer alten Kohlefabrik gewandert. Dort kann man noch die alten Kohleoefen sehen und viele Ruinen der Fabrikgebaeude.
Am Sonntag sind wir dann zum eigentlichen Highlight gewandert, dem ‘Glow Worm Tunnel’.
Das ganze ist ein neun Kilometer Walk, was fuer so kurze Beine, wie Timon sie hat verdammt lang ist!
Es geht los, mit einem verdammt steilen Anstieg. Danach geht man eine Weile an der alten Bahnstrecke lang, was wunderbar ist. Die Uebersicht, die man hat und zu sehen, wie sich die Landschaft veraendert, ist atemberaubend. Die letzten paar hundert Meter geht man durch den Regnwald, mit riesen Farnen, einfach klasse. Dann kommt man in den alten Bahntunnel. Dort sitzen tausendende von kleinen Gluehwuermern an den Waenden. Wenn man die Taschenlampe dann man ausmacht sieht man sie dort sitzen. Sie sind etwa so gross, wie Stecknadelkoepfe und man hat das Gefuehl, in einen Sternnhimmel zu blicken. Klasse!!
Wenn man auf der andern Seite den Tunnel verlaesst, hat sich die Landschaft total veraendert. Statt Regenwald und Farnen, sah man nun Eukalyptus und Gum Trees. Danach jedoch kam der haerteste Teil der Wanderung. Es geht fuer eine Ewigkeit bergab ueber eine Schotterstrecke und es war ein hartes Stueck arbeit, dort heile herunter zu kommen.
Am Montag jedoch war ich auch froh, dases wieder nach Hause ging. Ich konnte es kaum abwarten, endlich unter die Dusche zu kommen. Und ich muss gestehen, ich habe sie sehr genossen.
Danch jedoch schien meine Erkaeltung richtig heraus zu kommen und ich habe auf dem Sofa gesessen und gefroren, so dass mir die Zaehen geklappert haben. Dabei hatte Thomas die Klimaanlage nicht nur angeschaltet, sondern auch auf 31(!!!!!) Grad hochgedreht und, ich hatte mir meine Bettdecke aufs Sofa geholt. Trotz all dem konnte ich nicht aufhoeren, zu klappern. Nachts habe ich dann um Mitternacht meinen Pullover ausgezogen, da mir endlich warm genug war….
Heute habe ich mich dann schon viel besser gefuehlt und konnte gut gelaunt zur Arbeit gehen. Diese Woche mein einziger Arbeitstag.
Die Jungs hatten heute ihren esten Soccer Clinic Tag und waren ziemlich kaputt, nach zweieinhalb Stunden Soccer, aber auch gleucklich und hatten jede Mange Spass. Morgen und uebermorgen haben sie das Gleiche nochmal.
Merle ist heute ins Kino gegangen, mit der Vacation Care und hatte dort auch jede Menge Spass.
Morgen habe ich dann ja, wie schon erwaehnt,frei und wir sind zum Mittagessen bei Dave und Jenny eingeladen. Dann muss ich noch weiter Sachen vom Wochenende waschen, einkaufen und mich schon mal damit befassen, was wir fuer unseren naechsten Wochenendtrip packen muessen. Am Freitag fahren wir dann die Central Coast hoch um dort drei Tage zu geniessen.
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